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Lehrgangsbericht

EIN AIKIDO-LEBEN

Zum dritten Mal kam unser Freund Volker Becker [aus Norderstedt bei Hamburg] zu Besuch zu uns [nach Ozoir bei Paris]: Der erste Besuch vor fast 3 Jahren war noch informell gewesen, ein Jahr später wurde daraus ein organisierter Lehrgang, um das Glück zu feiern, einen Aikidoka bei uns zu haben, der fast ein halbes Jahrhundert Aikidopraxis mitbringt.

Der Lehrgang kam bei unseren Vereinsmitgliedern sehr gut an, hinterließ aber Lust auf mehr, weil er zugleich sehr reichhaltig und zu kurz gewesen war. Daher wurde beschlossen, die Erfahrung zu wiederholen, um noch mehr davon zu haben.

Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung! Die kurzen Videosequenzen wurden spontan aufgenommen und weder geschnitten, noch korrigiert, noch sind sie eine Auswahl aus umfangreicherem Material. (Mehr Aufnahmen haben wir bis jetzt nicht.) Jeder kann sich sein eigenes Bild machen.

Man sieht der Leichtigkeit, mit der die Techniken ausgeführt sind, das halbe Jahrhundert Aikido-Erfahrung sofort an; der Lehrgang setzte denn auch den Schwerpunkt weniger auf die technischen Aspekte, als auf die PRINZIPIEN, bei denen die echten Aikidoka (und Budoka) aller Horizonte jenseits ihrer stilistischen Unterschiede zusammenfinden: Spontaneität der Geste, Logik der Bewegung aus Sicht sowohl des Budo als der Anatomie; Freiheit der Bewegung (weder Hürden noch plötzliche Rhythmuswechsel bei der Ausführung), letzten Endes also Fluss UND Reinheit des Stils.

Wir bekamen eine sehr große Lektion von diesem Experten, und unsere Schüler haben auch schon wieder nach dem nächsten Besuch gefragt.

Dem Beobachter fällt natürlich die Präzision auf, die in den Sequenzen zu sehen ist; ihm fallen vielleicht auch die Gesichtsausdrücke der Partner und des “Publikums” auf, zwar aufmerksam, aber auch heiter, denn so intensiv der Lehrgang auch war, so war auch der Humor allgegenwärtig.

Der Weg von Meister Ueshiba

Mit den Jahren und den Jahrzehnten wird man schwierig, anspruchsvoll, pingelig, vielleicht in einigen Fällen sogar sektiererisch (?). Umso seltener ist es, eine Aikidoszene zu sehen und ihr vorbehaltlos zustimmen zu können.

Genau das ist aber das vorherrschende Gefühl aller Teilnehmer, vom Neuesten bis zum Erfahrensten, und entsprechend schnell verging die Zeit an diesem schönen Samstagmorgen, den 16. Mai.

Aber was erzeugt eine solche Aufmerksamkeit von Seiten der Aikidoka, die sonst mit Komplimenten eher sparsam sind und häufig sogar zu schroffen Urteilen tendieren?

Die Tatsache, dass dass das Aikido, das Meister Volker zeigt, eben nicht “schroff” ist, in dem Sinne, dass er mit seinen Techniken nie versucht, sich dem Partner aufzuzwängen oder ihn gar zu dominieren, also so ganz anders als die ermbärmliche Art, die man in den meisten Vorführugnen und Lehrgängen sieht.

Zwar fokussiert sich sein Aikido ständig auf die Logik der richtigen Bewegung im Raum zum richtigen Zeitpunkt, sodass im Hintergrund eine konstante Bemühung um die “wirksame” Technik durchscheint. Dennoch wird man feststellen, dass dies der Logik der Geste untergeordnet ist, damit diese nämlich ihre Budo-Essenz nicht verliert, und nicht im Sinne einer Wirksamkeit um jeden Preis erfolgt.

Der Uke wird nie herum geschubst. Wie im Aikido von Meister UESHIBA (dem ersten mit diesem Nachnamen) fällt eine perfekte Synchronisierung zwischen Angriff (oder sprechen wir lieber von einem “Eintritt”, um in einer völlig gewaltfreien und harmonischen Aikido-Herangehensweise zu bleiben) und Verteidigung (oder sagen wir lieber “Aufnehmen”, um jeder Verwechslung vorzubeugen). Die Angriffe wurden dennoch auf realistische Art ausgeführt.

Die Leichtigkeit und die Spontaneität der Geste sprechen hier für eine Praxis, die durch und durch auf das ausgelegt ist, was der Gründermeister die “Wahrheit” nannte, wo man es nämlich weder mit einer Choreografie, noch mit einer im voraus abgestimmt scheinenden Arbeit zu tun hat, sondern mit dem Hineinsaugen des Angreifers in eine lockere und machtvolle Sphäre, um ihn nach dem Gleichgewichtsverlust in den Raum zu werfen (“Himmelstechniken”) oder ihn im Gegenteil zum Boden zu bringen, in einer Bewegung, die die unterschiedlichsten Parameter zusammenführt, damit das Üben niemals eine Frage der Muskelkraft wird.

Aikido wa shinjitsu sono mono no araware de aru“: Zitat aus dem sagenhaften, ersten jemals veröffentlichten Buch (1956) über das Thema, das vor 15 Jahren vom Aikikai in Tokyo neu aufgelegt wurde. Übersetzung: “Aikido ist der Ausdruck der reinen Wahrheit.

Man kann die Aussage etwas persönlicher übersetzen, ohne ihren Geist zu verraten: Das Aikido muss den kosmischen Gesetzen treu bleiben, d.h. den elementarsten Grundsätzen der Physik…

Leicht zu sagen, nicht leicht umzusetzen. Wenn man sich einmal anschaut, zu was sich das Aikido in den letzten Jahrzehnten plastisch entwickelt hat, und die forcierten Haltungen, die die Aikidoka einnehmen und die den Eindruck vermitteln, dass sie gleichermaßen leiden, wenn sie die Techniken anwenden oder über sich ergehen lassen (“über sich ergehen lassen” ist der treffende Ausdruck, so etwas passt aber nicht zum gut verstandenen Aikido, bei dem man die Geste aufnimmt, statt sie über sich ergehen zu lassen), dann tut es einem Leid, zu sehen, dass das Aikido sich in eine Richtung entwickelt, die eher dem Niedergang dieser Kunst entspricht.

Aber wie könnte es auch anders sein, wenn man bedenkt, dass der Gipfel bereits von Meister UESHIBA und einer gewissen Zahl anderer Sensei der allerersten Generation erreicht worden war, nämlich von jenen, die das Glück hatten, sich direkt an der Quelle zu nähren und die Großartigkeit in der herausragendsten Einfachheit ausdrücken zu können?

Vielen Dank, Volker Sensei, nämlich dafür, dass Sie die Botschaft in Empfang nehmen konnten und sie nun Ihrerseits weiterreichen.

Pascal OLIVIER.

Veröffentlichung: Hamburger Abendblatt (Foto)

Der 62 Jahre alte Berufsschullehrer ist Träger des 5. Dan. Beim TuRa Harksheide unterrichtet er seine eigene Aikido-Stilrichtung.

Im TuRa-Dojo am Exerzierplatz läuft bei Volker Becker vieles nicht so wie in anderen Übungsstätten, an denen Selbstverteidigungstechniken und Kampfsport unterrichtet werden. Für den 62 Jahre alten Berufsschullehrer hat zum Beispiel der auf Regeln basierende Respekt zwischen Schüler und Meister keine Bedeutung.
Warum auch? Volker Becker betreibt seit 1968 Aikido. Knapp zehn Jahre später begann er damit, selber Übungsgruppen dieser harmonischen Selbstverteidigungsform anzuleiten. Er weiß auch so, dass ihm seine Schüler höchste Achtung zollen.
"Ich halte nichts davon, dass schon zum Trainingsbeginn beim frontalen Begrüßen zwischen Lehrer und Schülern eine Grenze gezogen wird", sagt er, "wir grüßen bei mir im Kreis an, sind ganz bewusst eine Gemeinschaft Gleichgesinnter. Und in meiner Gruppe darf mir auch jeder sagen, wenn er glaubt, dass ich da Mist erzähle – nur so habe auch ich die Möglichkeit, etwas für mich zu lernen."
Das will schon etwas heißen, denn schließlich darf sich der 1,90 Meter große Becker anrechnen, den Aikido-Stil, den er unterrichtet, auch selber kreiert zu haben. "In dem langen Zeitraum, in dem ich mich mit den anderen Stilrichtungen beschäftigt habe, sowie den gut 30 Jahren mit Tendoryu Aikido, das mich von 1979 an unter Meister Kenji Shimizu entscheidend geprägt hat, habe ich eigene Ideen entwickelt."
Der Hamburger befasste sich während des Findungsprozesses ausgiebig mit der Philosophie, die hinter dem Aikido steht. "Deswegen habe ich auch bislang praktizierte Techniken mit meinen neuen Gedanken abgeglichen. Und an der einen oder anderen Stelle bin ich dann zu Erkenntnissen gelangt, die sich nicht mehr mit der Lehre von Meister Shimizu vereinbaren lassen."
So orientierte sich der Träger des 5. Dan, der dienstags und donnerstags im Dojo des TuRa Harksheide jeweils von 20 Uhr an sein Aikido-Wissen weitergibt, neu – und fand im Franzosen Pascal Olivier einen wichtigen Weggefährten.
Der befreundete Dojo-Leiter aus Paris bekräftige Becker in seinen Ansichten. Olivier gab weitere Anregungen und half bei der Namenssuche für die neue Stilrichtung, die 2011 auch von Hans-Dietrich Rauscher, dem Chairman des Weltverbands IMAF (International Martial Arts Federation), anerkannt wurde.
"Shin Ryu Kai, der Name unseres Dojos und dieser Stilrichtung, bedeutet so viel wie Geist fortwährender Entwicklung", sagt Volker Becker. "Ich sehe mich in der Entwicklung meines Aikidos, das die Zentrumskontrolle des Angreifers in den Vordergrund rückt, dessen Energie konsequent weiterfließen lässt und diese für uns nutzt, noch lange nicht am Ende. Es gehen nach so langer Zeit immer wieder Türchen auf – ich bin sehr neugierig, was da noch alles kommt."

Autor: Ulrich Stückler


 

Veranstaltung: Iaido bei Tura

Auch dieses Jahr fand wieder in den Räumlichkeiten der Turaner Aikidoka ein Iaidolehrgang statt.

Wir konnten Frank Kleinschumachers 6. Dan Iaido wieder als Lehrer gewinnen. Um es vorweg zu nehmen: Frank hat unsere Köpfe wieder total zum Rauchen gebracht. Iaido ist, wie auch unser Aikido, eine traditionelle Japanische Kampfkunst, die mit dem Langschwert ausgeführt wird. Die Grundprinzipien der Schwerttechniken tauchen ebenfalls im Aikido auf und somit sind die Inhalte bis zu einem gewissen Grad übertragbar.

Es ist der sogenannte Blick über den Tellerrand, der unsere Aikidogruppe auszeichnet. Ein paar Aikidoka aus unserer Gruppe kommen auch zu einer separaten Trainingszeit am Donnerstag von 19.00 bis 20.00 Uhr um sich im Iaido zu üben. Dies ist noch keine extra Trainingszeit für Iaido, denn um einen geregelten Trainingsbetrieb aufrecht zu halten, fehlt uns Übenden noch der Vorsprung, den ein Trainer haben sollte. Vielmehr treffen sich zu dieser Zeit ein paar Anfänger, die ihre ersten Schritte im Iaido machen. Bei den ersten Schritten sind Thorsten und Volker vom Aikido behilflich.

Autor: Volker Becker


 

Veranstaltung: Jahresauftakt 2015

Unter dem Motto "Tun ohne zu tun" fand am 03.01.2015 unser Jahresauftaktlehrgang statt.

Zunächst ist es sicherlich schwer unter diesem Lehrgangsmotto sich etwas vorzustellen. Haben wir doch innerhalb der über vier Stunden bei unserem Tun sehr wohl geschwitzt und uns geistig angestrengt, um nicht bei den Ausführungen unseres Lehrers Volker Becker den Faden zu verlieren.

Tun ohne zu tun soll nach meinem Empfinden heißen, den Partner in seinem Angriff so zu beeinflussen und zu führen, dass er sich im Grunde genommen selbst wirft. Da wir sein Zentrum nicht aufhalten und den Partner nicht "packen", wird das Werfen und zu Boden führen das sprichwörtliche i-Tüpfelchen.

Angriffsaufnahme, Führung, die sogenannte Ich-Losigkeit und natürlich das Lehrgangsmotto sind immer wieder die Zentralthemen dieser vier Stunden und gleichzeitig unseres Aikido Stiles. Wobei die Techniken immer wieder auf ihre Wirksamkeit und Machbarkeit hinterfragt werden und nie der Weisheit letzte Schluss sein werden. Was auch die Bedeutung unserer Kaligraphie verdeutlicht. Die mehr als vier Stunden Lehrgang hatten für jeden etwas, was man sich aus den übungsreihen herausholen konnte. Für den Anfänger und Fortgeschrittenen waren jeweils entsprechende "Knackpunkte" in den Techniken vorhanden.

Und ist es heute die Aufnahme aus Shomen tsuki wird es beim nächsten Mal die Aufnahme aus Yokomen uchi sein.

Fertig und vollkommen wird man nie im Aikido.

Autor: Thorsten Boldt, ein Übender


 

Veranstaltung: Lehrgang in München vom 21. bis zum 23.11.2014

Endlich mal wieder einen Abstecher nach München. Wie bereits im letzten Jahr, waren auch der diesjährige Lehrgang in Laim, zusammen mit dem 20-jährigen Jubiläumslehrgang des Ismaninger Budoclub, mit anschließender Feier, und unsere Gastgeber eine Reise wert. Das gesamt Wochenende hat doch mordsmäßig Spaß gemacht, auf und neben, aber nicht unter der Matte; und nicht zu vergessen, auch außerhalb der Matte.

Das Mattenprogramm in Laim begann am Freitag Abend und endete Sonntag Mittags. Der Samstag war mit zwei Übungseinheiten gefüllt. Zumindest ich war froh, als es Sonntags "endlich vorbei" war. Das gesamte Übungsprogramm war doch recht anstrengend, weniger von Seiten der körperlichen Kondition, als mehr bezüglich der Konzentration, die die einzelnen Techniken von uns abverlangten. Dabei schien alles recht einfach, es ging um das Thema "Eingang in die Technik" und "Aufnahme". Aber die Schwierigkeiten lagen im Detail - genaues Timing, korrekte Aufnahme, Führen des Angriffs durch das Zentrum und einiges mehr sind die Aspekte, die für den weiteren Teil der Technik erforderlich sind.

Bei dem Jubiläumslehrgang am Samstag Nachmittag leiteten fünf frühere Trainer des Ismaninger Clubs kürzere Übungseinheiten jeweils unter unterschiedlichen Aspekten mit und ohne Waffen. Interessant war die unterschiedliche Herangehensweise und Intention der Trainer. Es bot sich, die Lehrgangsinhalte von Laim mit denen in Ismaning zu vergleichen. Die sonntägliche Übungseinheit bot dann noch Gelegenheit, auf die Unterschiede im Detail einzugehen.

Abgerundet wurde das Wochenende durch die Gastfreundschaft unseres Gastgebers, der uns vor allem abends bis in die Nacht mit Wein und Klönschnack begleitete.

Autor: Frank B.


 

Veranstaltung: Freizeitgestaltung Fahrradtour am 04. Oktober 2014 ein Kurzbericht von Volker Becker

Unsere Fahrradtour war ein voller Erfolg. Karen hat sich eine schöne 20km lange Tour ausgedacht. Wir sind Langenhorn Markt gestartet und dann kleine Wege bzw. sehr ruhige Straßen bis nach Norderstedt zurück geradelt. Es war auch schön dass die Tour mit Partnern und Kindern stattfand. Den Tag haben wir beim Grillen in Norderstedt beendet. War insgesamt eine prima Sache.

Autor: Volker Becker

Iaido bei Tura 3.0

 

Veranstaltung: Lehrgang vom 21. und 22. März 2014 ein Bericht von Pascal Olivier

Dieser Bericht wurde übersetzt mit freundlicher Unterstützung von Alexander Hohmann.

Nachfolgend finden Sie den Link zur original Übersetzung.

Man lebt nur einmal

Autor: Pascal Olivier

 

Veranstaltung: Lehrgang vom 22. März 2014 in Ozoir-La-Ferrière

An diesem Samstag hatte ich das Vergnügen, Volker bei seinem Auftritt in Ozoir, nahe Paris, zu begleiten. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen, es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Trotz der sprachlichen Barrieren ist es Volker gelungen, seine Gedanken sprichwörtlich mit Händen und Füßen auf die Matte und an den Mann / die Frau zu bringen. Hauptsächlich in englisch, mit deutschen Einschlägen und mit französischen Begleitungen hat er seine Idee des Aikido vorgestellt, wobei auch Grimassen und Verrenkungen nicht fehlten, wenn sie denn der Erklärung dienten oder die Atmosphäre etwas auflockerten. Auf diese Weise gelang es Volker, seine Vorstellungen plastischer zu gestalten.

Schwerpunkt seiner Übungen waren der beständige Energiefluß und der Kontakt zum Centrum, Schlagwörter waren "Contaaact und Reläääks". Die Teilnehmer setzen sich aus Anfängern, Fortgeschrittenen und Weiter-Fortgeschrittenen zusammen. Zwar hatte jeder auf seine Art Mühe, aber auch Spaß und Freude, sich mit den Techniken auseinanderzusetzen. Beständiges und beharrliches Üben führte bei einigen zu merklichem Fortkommen. Trotz der Anstrengungen von ca. 3 1/2 Stunden mit 2 Pausen war den Teilnehmern die Zufriedenheit anzusehen. Geübt wurden die üblichen Basistechniken, insofern "nichts" aufregendes, das Besteck (Messer oder Schwert) kam nur zur näheren Erläuterung zum Einsatz. Aber auch diese Techniken hatten es in sich, kam es doch darauf an, vom Beginn bis zum Ende den Energiefluß nicht abreißen zu lassen und den Kontakt zu halten.

Bereits am Freitagabend, allerdings nur für 1 1/2 Stunden, hatten wir mit einer Gruppe des Aiki-Jutsu eine Übungseinheit, die auch von Volker geleitet wurde. Bereits hier klangen all die Punkte an, die für den Samstag vorgesehen waren. Die Personen, die beide Einheiten besuchten, hatten deutliche Vorteile.

Auch außerhalb der Matte hatten wir sehr viel Spaß mit Pascal und seinen Freunden und Bekannten. Pascal war der perfekte Gastgeber, er hat sich sehr rührend um uns gekümmert. Insofern auch an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank an Pascal für ein sehr gelungenes Wochenende, bei dem auch ein Abstecher nach Paris nicht fehlte. Damit ist nicht der Aufenthalt am Airport gemeint.

Autor: Frank B.

 

Veranstaltung: Iaidoehrgang mit Frank Kleinschumachers Renshi; 11. Januar 2014

Affengeil!!! Oh wie wenig seriös. Trifft aber die Sache total. Wir hatten Frank Kleinschumachers Renshi 6. Dan Iaido von der IMAF bei uns zu Gast. Wieso affengeil, weil er ein total tolles Training geleitet hat und die Teilnehmer an unserem Lehrgang super begeistert waren. Im Aikido basieren die Techniken zum Teil auf Schwerttechniken. Dies war eine sehr gute Möglichkeit unser Aikido zu bereichern und den Einen oder Anderen für das Iaido zu begeistern. Bei dieser Resonanz ist es sehr wahrscheinlich, dass Frank nicht das letzte mal bei uns war.

Noch einmal herzlichen Dank an Frank

Autor: Volker Becker (Foto zum Lehrgang)


Veranstaltung: Lehrgang mit Pascal Olivier; 14. bis 17. November 2013

Dieses verlängerte Wochenende stand im Zeichen der Harmonie zwischen Nage und Uke. Pascal nutzte viele Mataphern und Hilfsmittel um uns den Gedanken der Einheit in den Bewegungen näher zu bringen. Nach vier Tagen intensiven Trainings hatten wir alle dies verstanden. Nun geht es darum, das gelernte zu vertiefen und in die Tat umzusetzen.

Dieser Lehrgang gab wieder viele Impulse und einen Ansporn für die nächsten Monate.

Autor: Patrick (Foto zum Lehrgang)


Veranstaltung: Lehrgang München; 26. bis 27. Oktober 2013

Jetzt sind es doch 3 Wochen her, daß wir unseren Lehrgang in München hatten. Volker wurde eingeladen und Patrick und ich nahmen die Gelegenheit war, einen hoffentlich angenehmen Wochenendlehrgang mitzumachen und gleichzeitig alte Bekannte wiederzutreffen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: schön war´s, sehr schön wie ich und auch einige andere fanden.

Zu allererst war ich neugierig zu beobachten, wie Volker als Lehrgangsleiter bei den übrigen Seminarteilnehmern ankam. Viele kannten ihn nicht und so mußten diese sich zuerst mit seinen Vorstellungen und Gedanken auseinandersetzen, um das dann im zweiten Schritt in die Praxis umzusetzen. Für viele waren es neue Ansichten, so daß Patrick und ich auf der Matte mit dem Gegenüber ebenfalls mit Erklärungen aushelfen konnten. Thema waren Aufnahme des Angriffs und Kontakt herstellen und auch halten bis zum Schluß. Alles im Grunde genommen ein alter Hut, aber immer wieder schwierig in die Tat umzusetzen. Alles in allem hat das ganz gut geklappt und ich hatte auch den Eindruck, daß alle ihren Spaß hatten.

Den hatten wir auch um den Lehrgang herum, als wir den Abend und Teile der anschließenden Nacht zusammen verbrachten – Essen und eine Tour durch München zu Fuß und mit Bus und Bahn, garniert mit Klönschnack über alles mögliche, wobei Aikido keinen unwesentlichen Teil ausmachte. Es hat Spaß gemacht, weil wir auch sehr herzlich aufgenommen wurden. Dieser Lehrgang wird hoffentlich nicht der letzte in München gewesen sein.

Autor: Frank B.


Veranstaltung: Iaido und Aikido in Giesen; 31. August bis 01. September 2013

Am Wochenende 31.8./1.9. waren Thorsten und ich wieder in Giesen. Wir haben uns ums Aikido gekümmert und hatten im Iaido schon fast Privatunterricht. War toll und es hat bei uns ein klein wenig „Klick“ gemacht. Wie auch im Aikido sind es im Iaido kleine Stufen die einen voran bringen. Unser Engagement im Aikido wurde, wie auch vor ca. einem Jahr, als sehr positiv angesehen und die Einladung für nächstes Jahr ist schon fast im Briefkasten.

Noch eine kleine Anmerkung zur IMAF. Wir empfinden es als ausgesprochen positiv so offen empfangen zu werden. Dies ist sicher auch der Fam. Rauscher zu verdanken, die für dieses offene aufeinander Zugehen sicher die Grundlage gelegt haben.

Autor: Volker Becker


Veranstaltung: Lehrgang auf dem Herzogenhorn vom 20. bis 26. Juli 2013

Knapp eine Woche Horn ist wieder rum, und wie schon im letzten Jahr war es eine tolle Zeit. Neben den praktischen Übungen im Aikido war es ein weiteres Highlight, daß die gesamte Truppe viel Spaß miteinander hatte. Das schließt auch den Seminarleiter Pascal Olivier ein. Die Übungen boten viel Stoff für nachträgliches Üben und Diskussionen auch über die Techniken im Hinblick auf Selbstverteidigung. Daneben war hauptsächlich ein Kartenspiel der Renner in der "Freizeit", gespielt wurde teils mit 10 Personen.

Technisches Augenmerk des Aikido war dieses Jahr neben Fließen des Ki, die Beachtung des Hüfteinsatzes. Dies wurde besonders veranschaulicht durch ältere Techniken, die auf kleinerem Raum ausgeführt wurden, als einige "modernere". Das "Besteck" (Schwert, Stock, Messer) fehlte auch nicht. Hierbei wurden die gleichen Techniken mit Schwert/Stock wie ohne geübt. Insbesondere mit dem Stock gab es zudem eine Reihe von Übungsabfolgen, die mit und ohne Partner geübt werden konnten.

Eine herrliche Woche mit schönen Wetter ist passé und macht Lust auf ein Neues im nächsten Jahr.

Autor: Frank B. (Fotos zum Lehrgang)


 

Veranstaltung: Lehrgang mit Pascal Olivier am 11. - 12. Mai 2013

An diesem verregneten Maiwochenende hat in Lüneburg ein wunderbarer Aikidolehrgang stattgefunden. Die Lehrgänge mit Pascal sind immer etwas ganz besonderes. Diesmal lag der Schwerpunkt neben zahlreichen Stock und Schwerttechniken auf der Wahrnehmung der Techniken. Es kam weniger auf die exakt korrekte Ausführung an, als darauf, daß das Zentrum des Gegenübers zu führen und eine runde Bewegung ohne Pausen auszuführen.

Zu Beginn wurde, wie auf vergangenen Lehrgängen auch, ein korrektes Aufstehen aus dem Kniestand geübt. Es ist schon erstaunlich, aber diese einfache Übung war für mich eine der wichtigsten Erkenntnisse der zwei Tage. Betrachtet man wie häufig man sich während eines Trainings erhebt, wird man einsehen, daß man lernen sollte wie dies ergonomisch und kraftsparend zu bewerkstelligen ist. Aus dem Kniestand werden zuerst die Zehen aufgestellt, dann ein Bein leicht seitlich aufgestellt, so daß die Hüfte nicht beengt ist und der Oberkörper kerzengerade aufgestellt werden kann. Als nächstes wird die Hüfte in Richtung des aufgestellten Fußes geschwungen und gleichzeitig drückt sich der hintere Fuß in die Matte und beide Beine strecken sich. Auf diese Weise kann man sich mühelos erheben, da die Muskeln einen Teil der Arbeit an die Knochen delegieren und somit die Hebelkräfte optimal ausgenutzt werden.
Die Hände sollte man dabei nicht zuhilfe nehmen, da z.B. durch abstützen am Knie die Bewegung gestört wird und der Körper nicht gerade nach oben gestreckt werden kann.

Vielen Dank an Pascal, daß er sich die Zeit genommen hat und vielen Dank an Sybille für die Organisation dieses schönen Aikido-Lehrgangs.

Autor: Patrick

Aikido ist ein Weg, friedlich und in Harmonie mit sich und seiner Umgebung zu leben.